#098 Las Vegas - In 8 Stunden um die Welt....

Von Paris nach Venedig über New York, Ägypten, ganz Asien und andere Städte in weniger als 8 Stunden? Das erlebt man nur in Las Vegas!

Mein Tag begann schon relativ früh, da die Sonne um kurz nach 6 an mein Fenster klopfte, zum Glück konnte ich mich einfach noch mal umdrehen und weiter schlafen. Der richtige Tag begann dann irgendwann um kurz nach 9 mit ner Dusche. Bis ich mich fertig gemacht hatte, gefrühstückt hatte und meinen Blog geschrieben hatte, war es halb 11 und ich verließ das Haus. Draußen war es schon jetzt sehr warm... Glücklicherweise kamen später noch ein paar kleinere Wolken auf. Als ich am Strip ankam, begann meine Tour. Mein heutiger Plan war es all die besonderen Casinos etc. zu sehen. Und so fing ich an zu laufen.
Meine erste Station war das New York - New York, ein großes Casino, das außen die Fassade von berühmten New Yorker Gebäuden hat und im Inneren neben dem Hotel/ Casino auch eine Mall hat, die an die Straßen New Yorks erinnern. Bevor ich aber eintrat, machte ich draußen im Park mein Mittag. Da es so heiß war, aß ich nur eine Banane und trank eine Limonade. Dort im Park gab es auch diese hängenden Wasserzerstäuber, die eigentlich für Abkühlung sorgen sollen aber der Wassernebel erreichte kaum den Boden und verdunstete vorher. Dann ging ich aber rein und wurde von der Größe überrascht, nach den ganzen typischen New Yorker Restaurant kam man in eine riesige Halle mit Spielautomaten. In Vegas wird übrigens in Casinos getrunken und geraucht, nur mal so nebenbei. Alleine um zur Rezeption zu gelangen musste man an all den Automaten vorbei und wird somit zum Spielen veranlasst. Und übrigens ist es dort drin immer dunkel und die Automaten sind immer bunt beleuchtet und spielen laute Musik bzw. Geräusche. Eigentlich bin ich da auch nur durchgegangen, weil ich gehofft und gelesen hatte, dass es in einem der Türme eine Aussichtsplattform gibt, welche ich nicht gefunden hatte. Dafür durfte ich jetzt den Ausgang suchen. Diesen fand ich zum Glück und endete auf einem Nachbau der Golden Gate Bridge die direkt an der Freiheitsstatue steht. Im Übrigen kann man ganz New York mit einer Achterbahn umrunden, das hätte ich gerne ausprobiert aber ich wusste nicht, wo ich meine Tasche etc. lassen konnte. Dafür nutzte ich noch schnell das Freie WLAN um herauszufinden wo das berühmte Las Vegas Schild steht. Und da das auch " nur" 2,5 km entfernt war, lief ich los. Dabei kam ich natürlich noch an diversen anderen verrückten Casinos vorbei. Gleich neben dem New York steht eins, dass sehr stark an eine Disney Burg erinnert. Wenige Meter weiter steht dann auch schon eine gläserne Pyramide und eine Sphynx- Nachbildung und wer hätte es gedacht, das ist auch ein Casino. Wenn ich "wenige Meter" sage, meine ich natürlich immer ein Casino weiter und da die Casinos meist etwas größer sind als ein Block, läuft man da ein paar Minuten. Weiter ging es vorbei am Mandalay Bay Hotel, was jetzt nicht wirklich etwas besonderes hat aber von außen ist es etwas asiatisch angehaucht. Und nachdem ich eins der Messegelände passiert hatte, sah ich das berühmte Schild. Was nebenbei gesagt direkt am Zaun zum Flughafen steht :D. Das Schild ist sogar so gefragt, dass sich davor eine Schlange aus Touristen bildet, die alle fotografiert werden wollten. Da ich aber sehr gut selbst Fotos machen kann, ging ich an der Schlange vorbei und stellte mich an die Seite zum Fotos machen. Danach war es erstmal Zeit die Sonnencreme aufzufrischen und etwas zu trinken. Hier trinke ich übrigens extrem viel, wesentlich mehr als an normalen Orten. Danach lief ich wieder zurück in Richtung der zentralen Kreuzung. Diesmal aber auf der anderen Seite des Strips und da ich nun doch etwas Hunger hatte, machte ich einen Zwischenstopp bei Subway. Mittlerweile haben die ja auch Wraps die gar nicht schlecht schmecken. Neuerdings schmeckt mir auch immer mehr Guacamole, das ist auch eine gute Grundlage für nen Wrap. Danach hatte ich mir zwei beziehungsweise drei Dinge vorgenommen, die nichts mit Casinos zutun hatten. Hier gibt es nämlich auch ein paar interessante Stores. Der erste war die "M&M's World". Dort gab es auf 4 ganzen Etagen Merchandise dieser Marke und eine riesige Wand mit Röhren voller unterschiedlichen M und Ms Sorten. Aber ich habe nichts gekauft, da mich nichts ansprach. Weiter ging es dann zum offiziellen Coca Cola Store. Dieser erstreckte sich nur über zwei Etagen, war aber trotzdem voll mit Coca Cola Produkten. Von Kleidung über Schlüsselanhänger, Haushaltsartikel und Kochbüchern mit Cola konnte man alles finden. Es ist unglaublich wie viele Produkte die haben neben der eigentlichen Cola. Aber auch da gab es nicht wirklich ein Produkt, welches ich wirklich mitnehmen wollte, außer vielleicht eine alte Coca Cola Kiste als Deko,aber die war zu groß... Der nächste Shop war natürlich das Hard Rock Cafe, nicht zu verwechseln mit dem Hard Rock Hotel in Vegas. Aber auch da habe ich nichts gefunden. Irgendwie hat kein Hard Rock Cafe mehr mein lieblings T-Shirt im Sortiment... Und so bin ich auch da wieder ohne etwas rausgegangen. Der nächste Stop war ein kleiner Supermarkt, wo ich meine Wasservorräte wieder auffüllte. Danach ging es weiter zum Flamingo Casino und Hotel. Und wie man vermuten kann,gibt es da ein Hotel und ein Casino, dieses ist aber nicht an eine Stadt angelehnt, nein dort gibt es etwas anderes Verrücktes. Im Innenhof leben echte Flamingos!! Und das in der Wüste Nevadas. Dort verbrachte ich dann einige Zeit um meine weitere Tour zu planen und die Flamingos zu beobachten. Ich habe zwar noch nie Flamingos in freier Wildbahn gesehen aber diese hier waren echt blass. Nach der Pause ging es rüber zum Caesars Palace und dem angebundenen Shopping Center, davor findet man übrigens eine kleine Nachbildung des Trevi- Brunnens. Nach dem Einkaufszentrum erschien auch schon das nächste Casino. Es war das Mirage, aber was war so besonders an diesem Hotel? Im Vorgarten steht einerseits ein riesiges Wasserbecken und das bei der extremen Wasserknappheit in Las Vegas. Weiterhin steht da aber ein künstlicher Vulkan, der drei mal am Abend ausbricht. Leider habe ich das nie gesehen. Neben dem Mirage steht noch das Treasur Island. Vor diesem Casino stehen zwei große Piratenschiffe. Auf der anderen Straßenseite konnte ich auch schon mein heutiges Ziel erkennen. Es war das Venetian Casino und was vermutet man da? Natürlich eine Nachbildung der Kanäle, der Brücken und der sonstigen Architektur. Man konnte sogar Gondel fahren. Da ich noch etwas Zeit hatte bis zum nächsten Tagespunkt setzte ich mich ans Wasser und beobachtete all die Leute in den Gondeln, die für 5 Minuten Fahren und Gesang 30 USD pro Person zahlten.

Wenig später holte mich Ralph ab, er war für zwei Tage geschäftlich in der Stadt und wir wollten abends Essen gehen. Dafür fuhren wir mit seinem Mietwagen, einem weißen Buick ( von dieser Marke hatte ich vorher noch nie gehört), in das asiatische Viertel. Ralph wollte mir eine traditionelle chinesische? Art zu Speisen zeigen. Wir aßen Dim Sum. Dabei setzt man sich an einen Tisch und bedient sich an vorbeifahrenden Wagen, die mit allerlei Spezialitäten gefüllt sind. Am Ende werden dann die Schalen auf dem Tisch gezählt und man bezahlt diese. Das interessante ist, dass zumindestens ich nie wusste was in den Schalen war. Zum Glück kannte sich Ralph etwas aus und hielt mich vom Fisch etc. fern. Ich hatte dann beispielsweise Barbecue Dumplings, Brokkoliblätter, Fleischbällchen und vieles mehr. Unteranderem hatte ich auch zum ersten Mal ganze Hühnerfüße... Das war eine sehr interessante und komische Erfahrung. Die Füße sind sehr knochig und haben wenig Fleisch, welches aber lecker mariniert ist. Anfänglich hatte ich Probleme diese zu essen, bis mir Ralph sagt, dass man sie ganz in den Mund nimmt und am Schluss nur noch die kleinen Knochen ausspuckt. Im Großen und Ganzen war der Abend aber sehr gelungen. Auf dem Heimweg fuhren wir noch über den nächtlichen und hell erleuchteten Strip. Das ganze hat etwas vom Time Square in New York, da auch hier überall riesige Werbetafeln hängen. Am Ende brachte Ralph noch ein passendes Zitat zu den Menschen die jährlich ihren Urlaub in Vegas verbringen. Er sagt: " Das Paris hier ist für die meisten, die einzige und nähste Paris-Erfahrung, die sie je in ihrem Leben machen. Danach setzte er mich an meinem AirBnB ab und ich fiel totmüde ins Bett..

Viele Grüße
Niklas

PS: falls ihr euch fragt, warum ich nur in den Casinos war und nicht gespielt habe. Das liegt daran, dass ich zu jung bin. Gambling ist wie Alkohol in den USA erst ab 21. Wenn ich es jedoch darauf angelegt hätte, hätte ich zumindestens mein Glück an nem Automaten versuchen können. Jedoch finde ich Poker wesentlich spannender und weiß leider auch nicht, welche Strafen auf mich zukommen würden.

Kommentare

Was machst du denn eigentlich nach Las Vegas?
LG