#099 Tag 2 in Las Vegas

Da ich gestern schon so viel erlebt habe und viel in der Sonne gelaufen bin, startete ich meine Tour heute etwas später. Und auch diesmal lief ich vor zum Strip und füllte ersteinmal meine Vorräte im Supermarkt auf. Danach entschied ich mich den Bus zu nehmen, da mein erstes Ziel am nördlichen Ende des Strips lag.
Dort steht nämlich "The Stratosphere", das höchste Gebäude in Vegas, bzw. der höchste Turm. Dieser ist insgesamt 350 Meter hoch, inklusive der Antenne, deswegen würde ich sagen, dass die Aussichtsplattform auf gut 300 Meter Höhe liegt. Aber um erstmal an die Eintrittskarten zum kommen, muss man wie immer in Vegas ersteinmal durch das Casino laufen. Irgendwann hatte ich dann mein Ticket und konnte mich auch den Weg machen, aber natürlich nicht ohne ausgiebige Sicherheitskontrolle, die fast so schlimm war wie am Flughafen, glücklicherweise durfte ich aber meine Wasserflasche mit in die Sicherheitszone nehmen :D Oben angekommen, war die Aussicht echt cool. Hierbei merkte man noch einmal, dass Vages wirklich mitten im Nirgendwo gebaut wurde. Auf der einen Seite hatte man einein sehr schönen Blick auf all die Casinos, den Las Vegas Strip und den Flughafen, auf der anderen Seite sah man all die Suburbs, die sich hier erstreckten. Ich suchte mir einen Sitzplatz direkt am Fenster und genoss die Aussicht. Neben mir war eine der Attraktionen des Turmes angesiedelt. Ein "freier" Fall vom Turm bis runter aufs Dach. Und auch erstaunlicherweise machten das sehr viele Menschen. irgendwann kam dann ein süddeutsches Gespräch von einer fünfköpfigen Reisegruppe in mein Ohr. Vornehmlich waren das alles Rentner, sie hatten aber auch den Sohn/Enkel dabei und dieser wollte auch unbedingt springen. Als ging die die eine hälfte der Truppe mit dem Enkel wieder runter um ein Ticket zu kaufen und die andere Hälfte wollte neben mir platz nehmen. Also fragte mich der Mann in seinem wirklich gebrochenen Englisch, ob der Platz neben mir noch frei sei und ich antwortete freundlicher weise für ihn in deutsch. Er freute sich und setzte sich, aber ich bin mir nicht sicher, ob er wusste, dass ich aus Deutschland bin. Denn kurz danach sagte er zu seiner Frau, dass hier jemand perfekt Deutsch sprechen konnte :D Aber ganz ehrlich ich war zu faul das Ganze aufzuklären und wollte dann auch meine Ruhe haben und die Aussicht genießen. Im allgemeinen muss ich auch sagen, dass ich mittlerweile lieber Englisch höre und verstehe als irgendein Dialekt aus Süddeutschland. Ein wenig später ging ich dann noch auf die Dachterrasse und auch da hörte ich viele Deutsche .... Las Vegas ist anscheinend ein sehr beliebtes Ziel für Deutsche.. Aber dafür war die Aussicht echt cool und ich konnte sogar meine Unterkunft ausmachen. Nach einer Stunde fuhr ich wieder runter und stieg wieder in den Bus. Diesmal fuhr ich in das alte Downtown von Las Vegas. Viele meiner Hosts haben mir diesen Ort empfohlen. Aber entweder war ich nicht an der richtigen Stelle oder es war nicht so, wie ich es mir vorgestellt habe. In der Mitte gab es eine lange überdachte Straße, die als eine Art Mall funktioniert. Auf der Straße gab es viele Casinos, Souvenirläden etc. alles eher uninteressant. Wenn man etwas weiter weg geht, sieht die Innenstadt aus wie vielleicht Venice Beach oder so, aber auch eher unspannend. Vor allem weil es über 30°C waren und kaum Wind wehte. Nach dem kurzen Besuch stieg ich wieder zurück in den Bus und auch dort wieder Deutsche.... Ausgestiegen bin ich wieder im Zentrum vom Strip und füllte meine Vorräte in einem Supermarkt wieder auf. Und da sich der Tag langsam dem Ende zuneigte fuhr ich zurück. Mein Flug ging am nächsten Tag zwar erst kurz vor 11 aber Ralph hatte mir empfohlen sehr früh da zu sein, da man manchmal 3 Stunden in der Securityschlange steht. Deswegen ging ich auch früh ins Bett.

Am nächsten Tag stand ich schon um 5:50 Uhr auf, obwohl ich echt mies geschlafen hatte. Kurz nach 7 stand ich an der Bushaltestelle und fuhr zum Flughafen, dort ging aber alles relativ schnell und ich hatte wieder massig Zeit am Gate. Auf dem Flug habe ich dann die 1,5 Stunden komplett geschlafen und kam dann gut in Sacramento an.

Viele Grüße
Niklas

PS: Sorry für den kurzen Bericht, ich bin aber sehr spät mit meinen Berichten uns muss etwas aufholen...