#012 Hart an der Grenze

... in jeder Hinsicht. Einerseits haben wir heute die Grenze von Estland und Lettland überquert und sind jetzt in Lettland. Andererseits hat unsere Einreise ein paar Änderungen mit sich gebracht.
Aber fangen wir am Anfang an. Heute morgen brachen wir kurz von 10 in Häädemeeste auf um die nächsten 80 km zu fahren. Die ersten 25 km auf der estländischen Seite war eigentlich alles perfekt. Wir fuhren auf einer asphaltierten Nebenstraße zur E67 gen Süden, nach der Olafschen Fahrbahnbelagsskala wäre es bestimmt schon eine 8-10 gewesen. Nach dem Grenzübergang mussten wir diese Nebenstraße verlassen und die E67 queren. Die E67 verbindet übrigens Riga im Süden mit Pärnu im Norden. Nach weiteren 4 km ging es dann auf die erste Schotterstraße. Nachdem wir auch diese gemeistert hatten und im nächsten Ort ankamen, entschieden wir uns gegen eine Weiterfahrt auf der nächsten Schotterstraße und für die E67. Lettland ist wahrscheinlich so aufgebaut, dass es asphaltierte Fernverkehrsstraßen gibt und alles andere ist hier Schotterpiste. Wir wollten also die letzten 35 km unserer heutigen Tour auf der E67 fahren. Nach einem guten Mittagessen traten wir diese Reise auch an. Teilweise hatten wir Glück, dass es neben der Straße noch eine alte Straße gab oder ein paar Kilometer Fahrradweg. Es ist nämlich sehr unangenehm, wenn man auf den letzten 35 cm der rechten Straßenseite fährt und man dabei von LKWs überholt wird die hier bestimmt mit 80 fahren dürfen. Kurz vor unserem Ziel in Tüja mussten wir die Straße verlassen und wieder zurück auf ein Schotterweg,hier würde ich sagen <1! Auf dieser Straße ereignete sich auch unser erster Unfall. Vatti fuhr vorne weg auf dieser Straße und ich hinterher. Dabei geriet Vatti in einen Bereich in dem der Sand viel tiefer war und er wurde bedeutsam langsamer. Und ich bin ihm natürlich direkt hinten reingefahren. Wir beide stürzten aber uns und den Rädern geht es gut. Dann sind wir auch endlich hier angekommen in unserem Hostel.

Morgen wollen wir schon nach Riga. Dort stehen wir aber auch vor der Wahl, entweder wir fahren 91 km Schotterpiste mit Sand oder wir fahren 75km E67 nach Riga rein. Eine weitere Möglichkeit gibt es noch diese Situation zu umschiffen. Wir nehmen bis Riga den Bus. Aber da wartet das nächste Problem. In Riga gibt es keine Zimmer mehr, zumindest nicht zu vernünftigen Preisen, da die Red Hot Chillipeppers morgen in Riga spielen.... Naja Mal sehen

PS: Ich richte hier Mal eine neue Rubrik ein:" kuriose Dinge die uns hier begegnen"
Heute einerseits die Coca-Cola Lime,die ich noch nie in Deutschland gesehen habe, aber sie war lecker.
Und weiterhin die durchweg blauen Champignons im Supermarkt, ist das normal? :D

PPS: Zwischendurch hielten wir auch mal die Füße in die Ostsee

Kommentare

----und werdenheute auch nicht nach Riga aufbrechen. Das hat sicherlich mehrere Gründe!
1. das Wetter hat umgeschlagen und es hatte kräftig geregnet
2. Niklas schläft noch, obwohl es schon 10:30 ist
3. gefrühstückt haben wir auch noch nicht
4. die Zimmerpreise sind über Nacht noch einmal deutlich gestiegen, jetzt kosten zwei Übernachtungen schon mehr als 500€ (morgen ist es wieder entspannter mit den Zimmern)
5. wir machen heute einen Gammeltag und waschen vlt. Auch mal unsere Sachen

VG Olaf
(Niklas ist erwacht und jetzt gibt es Frühstück)

Die Hauptverkehrsadern werden durch 15 staatliche Hauptstraßen (A1 bis A15) gebildet, welche – wie das Eisenbahnnetz – sternförmig auf Riga ausgerichtet sind.
-- OJ, diese sind sehr gut und verdienen eine 10, aber der Randstreifen ist max. 50cm--

Zwischen den und innerhalb der Verwaltungsbezirke Lettlands verlaufen 133 Staatsstraßen 1. Ordnung (P1 bis P133)
-- OJ gut ausgebaut, aber nur durch zig weitere Kilometer am Tag zu nutzen

sonstige Verbindungsstraßen als Staatsstraßen 2. Ordnung, von denen es 1489 gibt (V 1 bis V 1489).
-- OJ, diese haben wir gestern leider sehr oft genutzt und sie verdienen eine Kategorie 1 oder 2 auf unsere Skala

Euch weiterhin viel Spaß und gönnt Euch auch mal die Ruhe...

Der Regen war ein netter Gruß aus der Heimat, wir haben viel davon hier.
Die blauen Pilze hätte ich zu gerne gekostet - wird ja keine Langzeitwirkung noch von Tsch. sein.
Ein Hänger nach einer Woche ist normal. Erinnere mich, wie ich meinen Bruder einmal nach einer Woche Fahrt ernsthaft befragte, warum er den Tag über nur im Stehen fuhr - das Gesäß war völlig aufgescheuert.... Also das gibt sich, denke, ihr werdet super fit hier wieder aufkreuzen und unsere auch manchmal gewellten Radwege wieder hoch schätzen.
Wünschen Euch noch viele schöne Tage! von B M D + Mitzie
Erzählt mal, wie ihr mit den dortigen Völkchen zurecht kommt, sprachlich und menschlich
Beste Grüße
der kleine Neidhammel