#033 Navigation

Moin,
langsam kommen wir in den Urlaubsmodus und da sei auch gestattet, dass der Tagesbericht verspätet erscheint. Wir wurden heute auch schon von familiärer Seite angemahnt.
Gestern wollten wir eigentlich ganz gemütlich von Allenstein Richtung NW fahren zum Tagesziel Orneta. Nach einem wieder sehr gutem Frühstück checkten wir erst kurz vor 12:00 Uhr aus. Alles gut, da wir laut Streckenplanung auch nur 55 km vor uns hatten. Ein Fahrradweg führte uns aus der Stadt heraus. Die Straße war sehr vielbefahren und wir waren froh, dass wir einen Radweg hatten. Dieser begleitete uns aber nur wenige Kilometer und wir mussten dann doch die Straße benutzen. Auch da war auf den ersten 15 km noch sehr viel los und wir freuten uns, dass wir danach auf einmal eine sehr ruhige Straße befuhren. Das machte uns ein wenig stutzig und nach weiteren 5 km orientierten wir uns noch einmal mit Hilfe der modernen Navigationssysteme. Und siehe da, wir hatten uns verfahren. Alles nicht so schlimm, über eine ruhige Querstraße (4km) kamen wir wieder auf unseren Weg. Das Wetter meinte es sehr gut mit uns. Wir hatten einen herrlichen Sommertag und fuhren quer durch das Land auf ruhigen Alleestraße. Zwischendurch motivierte uns auch noch ein Rennfahrer, der uns noch viel Glück auf unserem Weg nach Deutschland wünschte. Nach einer Mittagsrast ging es dann auch schon weiter und wir konnten uns zwischen einer Schotterstraße (16km) oder einer asphaltierten Straße (26 km) entscheiden. Unsere Entscheidung ist doch klar, oder? Natürlich haben wir uns nicht für den kürzeren Weg entschieden. Nach weiteren 5km sahen wir dann doch einen gut asphaltierten Weg, der uns vlt. unsere Strecke verkürzen könnte. Dieser war sogar für Fahrzeuge bis zu 12t freigegeben. Wir nahmen diesen, aber im nächsten Ort wandelte sich dieser in einen staubigen Feldweg, der uns einige Male zum Abstieg und zum Schieben zwang. Auch die Strecke haben wir überstanden und wenige Kilometer trennten uns dann noch vom Ziel. Dort angekommen, gönnten wir uns das passende Kaltgetränk und nach einem Abendessen und einer Knackrunde, die ich diesesemal gewann, ging es erschöpft ins Bett.

VG Olaf

Kommentare

Freut euch über eure guten Frühstücke. In Georgien ist die Karte den ganzen Tag die gleiche und so mussten wir manchmal schon Fleisch und Salat zum Frühstück essen. Aber zum Mittag oder Abend haben wir die georgische Küche geliebt. Zum Thema Navigation: Wir sind sehr gut mit der App "mapsme" weitergekommen. Jedoch mussten wir feststellen: Wenn es dort eine Straße = dickerer Strich - gab, dann konnten wir sicher sein, dass wir darauf gut zu Fuß gehen konnten, aber dass das nicht unbedingt für ein Auto zutraf, dass man da gut fahren kann. Wenn es jedoch ein Wanderstrich war, dann war es nicht sicher, dass wir darauf gehen konnten oder ein Weg existiert. Ein Trampelpfad, der oft ohne Schleifen einfach nur gerade runter führt, war dann aber meistens doch zu finden.
Unser Mietauto musste sich - mussten wir aufgrund fehlender Alternativen - auf "Straßen", die schlechter als Schotterpisten waren, echt quälen. Aber es blieb heil! Bei einem fast nächtlichen Überholmanöver auf der georgischen Heerstraße (Fernverkehrsstraße nach Russland) musste Torsten abrupt bremsen, da sich Kühe auf ihrem Nachhauseweg befanden und sie sich dafür die Straße ausgesucht haben.

..... wenn ihr nach Elblag kommt, das ist doch der Ort, wo die Schiffsfahrten starten, bei denen die Boote über Land gezogen werden. Vielleicht könnt ihr ein Stück mit dem Schiff fahren?. LG