#054 California here I come

Guten Morgen aus Kalifornien,

nach vielen stressigen Stunden und einer langen Zeit im Flugzeug bin ich endlich angekommen. Aber hier die Geschichte von vorne:

Montag 19.03.18:

Mein letzter Tag in Deutschland war angebrochen. Trotzdem habe ich an dem Tag nicht viel mehr gemacht als packen. Den ganzen Tag über trug ich schonmal Dinge zusammen die ich mitnehmen wollte und ließ es mir zwischendurch auch immer wieder gut gehen. Am Abend packten wir dann alles in meinen Koffer. Da ich aber nur 20kg im Koffer haben durfte, musste ich mich teilweise auch beschränken. Nach dem Wiegen kamen wir auf 19,5 kg und alles war gut. Dann hieß es nur noch für mich den Rest in den Rucksack packen und schlafen gehen.

Dienstag 20.03.18:

Der große Tag - begann damit früh aufzustehen, da mein Flieger auch schon kurz vor 10 von Schönefeld losflug. Nach einem kleinen Frühstück und der Verabschiedung von Mutti ging es los. Da der Verkehr nicht so extrem war, waren wir schon kurz vor 8 am Flughafen und stellten uns zu den anderen Wartenden in die Schlange. Irgendwann kam auch ich dran. Aber jetzt ging es erst richtig los. Nachdem mir so Standardfragen gestellt wurden, wie zum Beispiel meine Visumsart, fragte der Mitarbeiter dann wann mein Rückflug ist. Aber einen Rückflug hatte ich nicht, da ich ja flexibel zurückfliegen wollte. Aufgrund dessen wollte er mich aber partout nicht einchecken. Und da standen wir vor dem Problem. Natürlich wollten wir sehen wo das niedergeschrieben war, da wir beide davon noch nie was gehört hatten. Weiterhin forderten wir auch den Vorgesetzten an, aber "sie hatte zutun". Nachdem der Mitarbeiter verschwunden war um das schriftliche Gesetz zu suchen, kam er nie wieder....(Später stand er auf dem Rollfeld und wies uns den Weg zum Flugzeug) Zwischenzeitlich hatte ich meinen Laptop ausgepackt um sicherheitshalber nach einem Rückflug zu suchen. Aber von Salt Lake City gab es nur teure Flüge und diese auch nur mit zwei mal umsteigen. Dann kam eine neue Mitarbeiterin an den Schalter und wollte uns wegschicken, damit sie weiterarbeiten konnte. Sie konnte uns auch nicht helfen und Vatti wollte nun die Bundespolizei sprechen, damit die uns sagen konnten was Sache war. Die kamen aber auch nicht. Nun hatte ich aber einen billigen Flug gefunden von San Francisco nach Hause. Der aber auch nicht besonders gut ist. Ich fliege nachmittags los nach Reykjavik. Dort werde ich um 10 Uhr morgens ankommen. Der Weiterflug geht dann am nächsten Tag um 6 Uhr morgens. Also werde ich irgendwie am Flughafen schlafen müssen. Naja jedenfalls besser als gar nicht erst nach am Amerika zu kommen.

Dann nur noch durch die Sicherheitskontrolle und rein in den Flieger. Relativ kurz nach dem Start machte ich die Augen zu und wachte kurz vor Oslo wieder auf. In Oslo hatte ich 4 Stunden um umzusteigen. Nach einem Croissant und einer Pizza war die Zeit auch fast vergangenen, sodass ich mich auch gleich an mein Gate stellen konnte. Dort standen unglaublich viele Leute in der Schlange. Von vorne nach hinten arbeiteten sich zwei Sicherheitsbeamten durch die Sticker für unsere Pässe verteilten. Das war die erste Kontrolle um nach überhaupt weiter zu kommen. Ich wurde gefragt wie lange ich bleibe, ob ich schon Mal in Amerika war, was der Grund meiner Reise ist und wem mein Rucksack gehört, bzw. wer ihn gepackt hatte. Meinen antwAntwo entsprechend bekam ich auch einen beschrieben Sticker und durfte weiter zur Passkontrolle. Dort wurden immer wieder einzelne Leute rausgezogen und extra kontrolliert. Zum Glück kam ich so durch. Und das alles war noch vor dem Besteigen des Flugzeuges...

Im Flugzeug war eigentlich alles okay. Ich saß in der Mitte von 2 Amerikanern. Der eine etwas behebiger und die andere eigentlich ganz nett. Auch hier schlief ich relativ schnell ein, verpasste sogar den Start, und wurde erst kurz vor dem ersten Essen wieder wach. Das war auch ganz okay. Danach musste ich wieder Zeit totschlagen. Lesen, Filme schauen und Podcasts hören haben mir dabei geholfen. Im Großen und Ganzen war der Flug auch sehr ruhig, nur über den Rocky Mountains gab es ein paar großere Turbulenzen. Weiterhin war das Flugzeug sehr modern. Das letzte mal, dass ich eine längere Strecke geflogen bin ist mittlerweile auch 5 Jahre her. Seitdem gibt es jetzt anscheinend USB- Ladeports, Fenster die sich technisch verdunkeln lassen und ein besseres Luftsystem was gegen den Jetlag helfen soll. Nach dem zweiten Essen gab es noch einen weiteren Fragebogen ausfüllen, der die mitgebrachten Güter erfragte. Und schon waren wir in Los Angeles gelandet, zwar mit fast einer Stunde Verspätung, aber okay.

Nach dem Verlassen des Flugzeuges ging es zur Einwanderung. Dort gibt es jetzt Maschinen an denen man viele Fragen beantworten muss und dann noch fotografiert wird. Mit einem ausgedruckten Beleg muss man dann weiter zu den Beamten vor Ort. Zum Glück musste ich nicht lange anstehen und kam zügig dran. Mir gegenüber also ein gelangweilter Beamter, welcher die gleichen Fragen stellte wie die Maschine vorher. Aber er fragte auch nach meinem Rückflug. Da ich das Ticket aber nur Online hatte, gab es ein kleines Problem. Das Airport-Wlan war schlecht und es lud nicht. Schlussendlich fragte er dann nur wann und von wo ich fliege und gab mich frei. Also hätte man es auch ohne Rückticket geschafft, wenn man es drauf anlegt.

Weiter ging es zum Gepäckband. Mein Koffer kam relativ schnell aber aus irgendeinem Grund ist eine Rolle jetzt kaputt, aber egal. Nun wollte ich weiter zum Ausgang da mein Host da auf mich wartet. Wir haben ewig miteinander telefoniert, haben uns aber nicht gefunden. Zum Glück konnte mir jmd. innerhalb des Flughafens helfen. Mein Host stand nämlich draußen mit dem Auto, wobei ich dachte, dass wir uns im Flughafen direkt treffen. Aber schlussendlich haben wir uns gefunden und sind zu ihrer Wohnung gefahren. Sie wohnt in einer WG im Jefferson Park ( Seht euch meine aktuelle Position an). Nach einer kleinen Einweisung und einer guten Unterhaltung verabschiedete sie sich zum Flughafen um nach Honduras zu fliegen. Und ich bin einfach nur ins Bett gefallen....

Und damit ist auch der erste Artikel aus Kalifornien am Ende.

Viele Grüße

Niklas

Ps: unten seht ihr, wie es aussah als ich gepackt habe und wie hoch sich der Schnee in Oslo auf dem Flughafen stapelte. Teilweise war er höher als unser Flugzeug.

Kommentare

Hallo, Niklas, ich habe mit Interesse Deinen neuen Bericht gelesen. Ja, es gibt schon viele bürokraische Hindernisse, die es zu überwinden gilt. Viele positive und interessante Erlebnisse wünschen Dir O und O