#061 Von Gartenarbeit, Küken und Bier

Was ich alles so an meinem ersten Arbeitstag so erlebt habe, erfahrt ihr hier im Bericht vom 26.03.

Alles fing wie immer in meinem Bett an :D Ich hatte sehr gut geschlafen und ging erstmal duschen. Dafür musste ich wieder herausfinden wie die Dusche funktioniert. Was macht man, wenn es nur einen Knopf zum drehen gibt, aber nichts passiert? Natürlich vorsichtig drücken oder ziehen, aber auch das half mir nicht weiter und so musste ich erstmal nachfragen gehen. Die Lösung aller Probleme war stärker zu ziehen :D Nach der Dusche gab es Frühstück: Cornflakes, Tee und frischen O-Saft aus dem eigenen Garten. Das war auch echt alles lecker, aber ich glaube die Kühe hier geben andere Milch als die europäischen Kühe. Die Milch hier schmeckt eher nach nichts und etwas wässerig. Aber naja das ist ja auch kein Problem.
Danach zeigte mir Kristen was ich in den nächsten Tagen erledigen sollte. Auf meiner Liste steht erstmal Unkraut entfernen im Garten und düngen. Ich fing mit dem Unkraut an und sammelte es bis zum Mittag. Zum Mittag gab es eine Kleinigkeit und ich fand etwas Zeit meinen Blog zu schreiben.
Nach dem Mittag fing ich an die Fahrräder fit zu machen. Früher müssen Kristen und vorallem Alex sehr viel Sport getrieben haben und dabei auch eine Menge Radsport. Aber irgendwann haben sie damit aufgehört und die Fahrräder standen in der Garage. Alex hat mir sein altes Fahrrad gegeben damit ich auch hier etwas fahren kann. Und ich muss sagen sein Fahrrad ist top. In Deutschland würden wir Rennrad dazu sagen, hier heißt es Roadbike. Generell fahren hier in Kalifornien sehr viele Menschen mit Rennrädern durch die Gegend, das fiel mir auch schon in LA auf. Aber zurück zu dem Fahrrad, nachdem ich es geputzt und aufgepumpt hatte, entfaltete sich die komplette Schönheit. Das Rad ist größtenteils aus Carbon gefertigt und wiegt unglaublich wenig. Es ist noch leichter als mein Rennrad was schon sehr wenig mit 8,5kg wiegt. Weiterhin ist es mit 3x10 Gängen ausgestattet und schön dünnen Straßenrädern. Nachdem ich es auf meine Größe eingestellt hatte, konnte ich es aber nicht probefahren.
Kristen nahm mich mit zum Einkaufen. Und zwar nicht nur für menschliches Essen sondern wir besorgten auch Pferdefutter beim lokalen Händler. Dort orderten wir zwei riesige Tonnen Futter, zum Glück lud ein Mitarbeiter diese in den Pferdeanhänger. Dabei fragte mich Kristen ob es in Deutschland auch den Trend gibt, dass sich immer mehr Menschen Küken kaufen und sie Zuhause großziehen, bspw. für Eier etc. Selbst die Menschen in den Städten sollen das tun. Aber so ein Trend war mir bisher aus Deutschland nicht bekannt. Vielleicht wisst ihr da mehr?! Naja auf jeden Fall gab es die besagten Küken beim Pferdefutterhändler. Und sie waren echt süß die kleinen Küken, es gab sie in jeglicher Ausführung bis hin zum Entenküken. Weiter unten gibt es Bilder. Aber dann ging es auch schon weiter in den richtigen Supermarkt. Kristen bräuchte noch einige Dinge, da wir geplant hatten am Abend etwas zu grillen. Als wir turüzu kamen standen wir aber erstmal vor einem anderen Problem. Die angesprochenen Tonnen müssten raus aus dem Hänger und gelagert werden. Mit aller Kraft drehten wir die Tonnen aus dem Hänger.
Danach hatte ich wieder etwas Zeit für mich und konnte an meinem Blog schreiben. Dabei probierte ich mit Alex zusammen ein amerikanisches Bier. Das typische Klischee besagt ja, das amerikanisches Bier nicht schmeckt und verwässert ist. Wir probierten ein Bier aus der Region und ich muss sagen, dass das Bier ganz anständig war. Es war ein Pale Ale und kam nah an deutsche Biere ran. Alex erzählte mir, dass in den letzten Jahren viele Minibrauereien aufgemacht haben, die wesentlich besseres Bier in Handarbeit produzieren. Nicht so wie die großen Ketten. Und ja es hat ganz gut geschmeckt und verwässert war es auch nicht, es hatte immerhin 5,6%. Somit konnte ich also dieses Klischee ein wenig wiederlegen.
Nachdem ich von den Bohnen die Enden abgepult hatte begannen auch die Vorbereitungen für das Abendbrot. Das Fleisch kam auf den Grill und die Bohnen in den Ofen. Und auch das war echt lecker.
Aber nach dem Essen war ich schon wieder sehr müde und ging ins Bett. Aber da ich am nächsten Tag sowieso früh raus musste war es okay. Warum ich früh raus musste erfahrt ihr dann morgen.

Und hier auch nochmal einen großen Dank an Micha, dass du den Kontakt hergestellt hast. Hier ist es echt schön :)