#068 Können wir das schaffen? Jo wir schaffen das!

Auch der Ostermontag ist bei den Amerikanern kein offizieller freier Tag. Viele Leute arbeiten zwar nicht und die Schüler gehen heute auch nicht in die Schule, aber trotzdem sind einige Menschen am arbeiten. Wenn ihr wissen wollt, was ich heute alles so an "Arbeit" erledigt habe, dann bleibt dran und lest den Bericht vom 02.04.2018.

Ja wie immer fängt alles beim Frühstück an :D Nach diesem, ging es für Kristen und mich raus. Denn einerseits mussten wir das letzte Loch noch fertig graben, aber andererseits wollten wir auch zum Baumarkt um all unsere Utensilien und die ganzen Werkstoffe zu kaufen. Da wir bei dem Loch nicht wirklich weiter kamen, weil sich unendlich große Wurzeln durch den Boden zogen, fuhren wir schon mal zum Baumarkt.
Und zwar gleich mit dem großen Pferdeänhänger, da wir ja auch viel Holz transportieren mussten. Wir sind übrigens zum Home Depot gefahren, einem wahrscheinlich sehr bekannten und großen Baumarkt in den USA. Dort konnte man, wie vielleicht auch in Deutschland, gefühlt alles kaufen. Allein die Auswahl in der Holzabteilung war schon sehr gut. Aber was brauchte wir überhaupt? Auf unserer Liste standen unter anderem
Holzbalken (8x8 Inch), Holzbretter, damit die Pferde nicht abhauen, viel Beton, ein paar Latten für die Konstruktion, Schrauben und weiteres Kleinzeugs und eine kleine Axt, damit wir endlich die Wurzeln aus dem Boden bekommen konnten. Der erste Weg führte uns direkt in die Holzabteilung. Dort fanden wir zwar Redwood was wir auch suchten, da es nicht so schnell gammel, aber nur in 6x6 Inch. Und als wir beide diesen Pfosten sahen, wussten wir, dass 6x6 vollkommen ausreicht. 8x8 wäre übrigens ein Pfosten von rund 20x20cm :D Und die kleineren reichten für uns vollkommen aus. Danach nahmen wir uns noch die Bretter und Latten und schon hatten wir wenigstens den Holzeinkauf erledigt. Weiter ging es mit dem Kleinzeug und dem Zement. Zum Glück konnte Kristen direkt vor den Laden fahren, sodass wir direkt einladen konnten und sogar ein Mitarbeiter half uns beim Einladen.
Nachdem wir hier ankamen, wurden erstmal die Wurzeln gekappt und das Loch gebuddelt und auch Alex kam von seinem Turnier zurück. Danach gab es Lunch, wie ihr ja wisst ist Lunch hier nicht so groß und wir wärmten uns nur die Lasagne von Samstag auf. Nach dem Mittag gönnten wir uns alle noch eine kleine Pause bevor es dann weiter gehen konnte. Ich nutzte diese Zeit wie immer um für euch den Blog auf den neusten Stand zu bringen und zumindestens konnte ich den Artikel vom Ostersonntag fertigstellen. Was denkt ihr, wie lange schreibe ich an solch einem Artikel wie dem zum Ostersonntag? Schreibt eure Ideen gerne in die Kommentare.
Nach der Pause fingen wir ach schon an, die äußeren Pfosten in die dafür gebuddelten Löcher zu platzieren. Der erste ist meist der einfachste. Man setzt ihn das Loch, richtet ihn grob aus und fängt an Beton zu mischen und diesen dann mit ins Loch zugeben. Danach schaut man ob alles im Lot ist und ist eigentlich schon fertig. Wie ihr wisst hatten wir auch dünne Holzlatten gekauft, um die Pfosten zu stabilisieren, wenn der Beton trocknet. Aber vorerst waren diese nicht nötig, da der Pfosten mit seinem Eigengewicht und dem Beton relativ sicher stand. Weiter ging es mit dem zweiten Pfosten. Dieser war schon etwas schwerer, da er in einem gewissen Abstand parallel zum ersten Pfosten stehen musste. Es ist gar nicht so leicht ein Pfosten senkrecht zu bewegen, der 6x6 inch mal 8 feet lang ist. Aber auch mit dem kamen wir irgendwann ins Lot und konnten Beton hinzufügen. Nachdem alles ausgerichtet war, haben wir nochmal nachgemessen und mussten wir feststellen, dass die Innenseiten der Pfosten nicht wie geplant 8 feet auseinander waren sondern nur 7 feet und 11 inches. D.h wir haben irgendwo einen Inch verloren, aber das war nicht das Problem und wir änderten kurzerhand unseren Plan etwas. Und somit hatten wir schonm al die zwei vorderen Pfosten erfolgreich gesetzt :) Und natürlich wird das Setzen mit jedem Pfosten härter, da man immer mehr Bezugspunkte dazubekommt, die perfekt ausgerichtet und ausgemessen sein müssen. Zwischenzeitlich fixierten wir übriegens nch die Pfostenmit den gekauften Latten, nur für den Notfall. Und wie soll ich es sagen, der letzte Pfosten war natürlich der der am meisten Ausrichtung benötigte aber im Endeffekt, konnten wir sie alle parallel und im Lot ausrichten :) Hinten ist es zwar ein Inch breiter als vorn, aber ganz ehrlich bei einem so großen Gebilde ist ein Inch nichts und ich es fügt dem ganzen einen ursprünglichen Touch hinzu. Insgesamt haben wir an diesem Tag fast 280kg an Beton gemischt und verbaut. Aber es muss auch sehr stabil sein, da Pferde eine unglaubliche Kraft entwickeln können. Die alte Konstruktion wurde übrigens schon einmal von einem Pferd herausgezogen, deswegen haben wir sie gestern auch abgerissen. Auch haben wir für die vier Pfosten nur gute drei Stunden gebraucht. Schlussendlich war es ein sehr schöner Tag, trotz der harten Arbeit. ich mag es einfach Dinge mit meinen eigenen Händen zu erschaffen und diese wachsen zu sehen.
Zum Abendbrot gab es Spieße vom grill und dazu Spargel und deutsches Brot und es war super. Auch finden wir jeden Abend neue Gesprächsthemen :)

Bis morgen
Niklas

// Sorry, falls das heute etwas sehr technisch war, aber mehr hatte ich heute nicht zu berichten.

Kommentare

Wie gut, dass du auch mit Vatti schon SB und zu handwerklich tätig warst und natürlich machen sich auch die unendlichen Stunden "Ab ins Beet" bezahlt.
Wie funktioniert eigentlich die Waschanlage?
LG

Das ganze funktioniert so, dass es eine Box gibt in er das Pferd sicher steht. In der Box können dann die Pferde entspannt stehen, da sie wissen, dass sie sicher sind?! Und dann werden sie mit der Hand gewaschen

Ach, was haben wir einen praktischen Enkel. Der kann sogar Pferdeboxen konstruieren und aufbauen. Ja, Du hast recht es ist gut, wenn man mit den eigenen Händen etwas gestalten kann.
Weiter so! O O