#075 Ankunft in der Bay Area

Moin Moin, heute folgt der Bericht vom 10.04.2018.
Wie ihr vielleicht gemerkt habt, habe ich den gestrigen Montag hier auf meinem Blog übersprungen. Es hat einfach nicht für einen vollwertigen Bericht gereicht, deswegen hier die Zusammenfassung. Vormittags sind wir über Squaw, dem Standpunkt der olympischen Winterspiele 1960, zurück nach Granite Bay gefahren. Nachmittags habe ich angefangen mein Handy einzurichten und mich entspannt. Und Abends hat Alex gekocht und wir hatten ein gutes Dinner.

Nun kann es auch losgehen mit dem Bericht vom Dienstag.
Nach dem Frühstück musste ich auch schon meine Tasche für den Ausflug nach San Francisco packen. Kristen war schon am Montag mit dem Auto rüber gefahren um ein paar Meetings abzuhalten und so musste ich mit öffentlichen Verkehrsmitteln reisen. Zum Glück konnte mich Mimi zum nahen Bahnhof fahren. Dort stieg ich in einen Amtrak Bus, der mich bis Sacramento bringen sollte. Das lief auch alles sehr gut und wir waren überpünktlich am Sacramento Bahnhof, wo ich auf einen richtigen Amtrak Zug umsteigen musste. Die Zugfahrt verlief auch sehr gut, nur das der Zug im Vergleich zu deutschen Zügen kriecht. Die Strecke mit dem Auto beträgt 229 km. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln war ich fast 4 Stunden unterwegs. Das geht in Deutschland wesentlich schneller...
Aber trotzdem bin ich gut in Santa Clara (südlich von San Francisco) angekommen und Kristen hat mich abgeholt. Unser Ziel war eigentlich das Haus unserer Gastgeber nahe der Stanford Universität, aber Kristen wollte mir noch ein wenig die Gegend zeigen und so wurde daraus eine sehr interessante Tour, denn diese führte uns direkt durch das Sillicon Valley und Palo Alto. Als erstes machten wir auf dem Google Campus halt, welcher öffentlich zugänglich ist. Wer vielleicht den Film "Praktik.com" bzw. "The Internship" gesehen hat, hat eine Vorstellung vom Campus. Alles ist offen gestaltet, es gibt viele moderne Gebäude, viel Platz um draußen zu arbeiten oder zu entspannen etc. Google versucht halt, dass es seinen Mitarbeitern dort gefällt, damit diese auch produktiv arbeiten können. Und genau das Feeling kam rüber. Es war einfach toll :)
Der nächste Stop war ein kleines Lunch und dann ging es auch schon weiter und zwar zu einem sehr besonderen, aber trotzdem unscheinbaren Wohnhaus in Palo Alto. Es war das Haus von Steve Jobs :O Es war keine riesen Villa mit 3 Garagen, einen privaten Golfplatz und Swimmingpool. Nein er wohnte ganz einfach in einem alten eingeschossigen Backsteinhaus. Das war echt ein schönes Erlebnis. Gerne hätte ich Steve Jobs einmal getroffen, er war einfach ein so genialer Mensch. Kristen hat ihn sogar mehrmals getroffen als Apple gerade auf den Markt kam. Was muss das für ein Erlebnis gewesen sein?
Weiter ging es nur wenige Straßen weiter zu dem Haus in dem Kristen aufgewachsen ist und auch das war mal spannend zu sehen.
Dann fuhren wir weiter ins Zentrum von Palo Alto. Wie immer eine typische amerikanische "Kleinstadt". Die Hauptstraßen im Zentrum sind gesäumtit den typischen Backsteinfassaden und Geschäften. Aber es gibt auch einige Geschäfte, die nicht uninteressant sind. Beispielsweise gibt es einen großen Apple-Store aber auch ein Cafe im Inneren eines alten Kinos, was von SAP betrieben wird und wohl voll mit Hightech sein soll.
Weiterhin fuhren wir zur renommierten Stanford Universität, welche gleich um die Ecke lag. Wisst ihr eigentlich woher Stanford seinen Namen hat? Natürlich von einem Herr Stanford. Aber wer war er? Wenn ihr euch genauer an einen meiner letzten Blogeinträge erinnert, fällt es euch vielleicht ein. Stanford war einer der "Big 4" die damals die Eisenbahn zwischen Sacramento und dem Osten gebaut hatten. Die Universität ist aber seinem Sohn gewidmet, der schon im Alter von 12 Jahren starb. Und Stanford ist echt eine beeindruckende Uni. Nach dem riesigen Eingangstor folgt eine lange Allee aus Palmen bis man dann zum Hauptgebäude und der Kirche kommt. Stanford werde ich aber Freitag noch genauer untersuchen und dann berichten. Dann fuhren wir weiter und links und rechts der Wege standen immer mehr Gebäude der Uni, es wollte einfach nicht aufhören. Schlussendlich endeten die Gebäude und auch die Bäume und wir hatten freien Blick auf ein großen unbebauten Berg. Und auch dieser mitsamt seinen Parks gehört zu Stanford. Das Gelände ist selbst wenn man es mit dem Auto befährt riesig. Google sagt es sind über 3300 ha, was 33 km^2 entspricht. Ein Quadrat von rund 5,8*5,8 km Länge. König Drosselbart wäre neidisch auf Stanford gewesen :D. Das hat damals der Herr Stanford alles von dem Geld bezahlt, dass er durch den Eisenbahnstreckenbau verdient hat. Übrigens hat er in seinem Testament festhalten lassen, dass die Universität nach seinem Tod das Land nicht verkaufen darf. Auf diesem Gelände stehen aber auch ein paar Firmenzentralen. Beispielsweise VMware, SAP und auch Tesla. Apropos Elektroautos, hier im Silicon Valley gibt es unglaublich viele davon und natürlich auch unglaublich viele Teslas. Wenn man durch die Straßen fährt kann man alle paar Sekunden einen sehen, sehr verbreitet ist das schöne Model S aber auch einen Roadster, konnte ich das erstmal live erleben.
Danach ging es aber wirklich zu unseren Gastgebern Dough und Kristine.
Dort war schon die Vorbereitung für das Dinner im vollen Gange und Dough erzählte mir von den fliegenden "Autos" die es hier im Sillicon Valley von Google geben soll. Und nach den üblichen Fragen meiner Gastgeber, also woher genau kommst du, wie war es damals beim Mauerfall, merkt man heute noch Unterschiede etc.?
Gab es auch schon Abendessen. Die beiden haben übrigens auch einen Hund, den wir nach dem Essen gassi führten. Die beiden wohnen hier auf einem schmalen Streifen der nur 3 Blocks breit ist und von Stanford Land umgeben ist. Stanford wollte dieses Land eigentlich kaufen, aber der vorherige Besitzer mochte Stanford nicht und behielt das Land. Dieses unterteilte er dann in Block, welche er wiederum in Mini Parzellen unterteilte. Damals musste man mindestens zwei Parzellen kaufen um ein kleines Haus zu bauen, mindestens drei für ein größeres Haus. Die findigen Amerikaner aber, kauften nur eine Parzelle und bauten ein Mini-Haus drauf. Und so sieht heute noch die Nachbarschaft aus. Viele kleine individuelle Häuser mit kleinen Gärten, sehr schön. Selbst Mark Zuckerberg hat hier mal gewohnt.
Als wir wieder zurück kam, stand der Nachtisch schon bereit und ich sah mich ein wenig im Ess-/Wohnzimmer um und hinter mir hing eine Karte, die mir bekannt vorkam. Vorallem der Name " BRANDEBVRGENSIS MARCHAE DESCRIPTIO" und beim genaueren Betrachten viel mir auf, dass einige Orte auf der Karte sehr bekannt klingen. Und es war eine Karte aus/über das 17.Jhd. in Brandenburg. Selbst Brück, Golzow etc. sind schon drauf. Wir konnten aber nicht klären warum die Karte dort hängt.
Dann haben wir noch versucht eine Factorytour für Tesla zu buchen, Mal sehen ob das was wird.

Und damit ist der erste Tag in der Bay Area auch schon um.

Viele Grüße

Niklas

Kommentare

Hallo, Deine Berichte werden . ja immer hat Kristen denn auch in Stanford studiert? Die Karte vom brandenburger Land ist ja toll.
Irgendwie und irgendwo findet man Bekanntes.
Weiter so und lG O O