#076 Ein Tag in San Francisco

Was ich heute alles in San Francisco erlebt habe, das erfahrt ihr hier im Bericht vom Mittwoch den 11.04.2018.
Nach dem Frühstück schrieb ich noch meinen Blogeintrag von Dienstag und packte dann meine Sachen. Und ja, diesmal sogar die Sonnencreme, obwohl das Wetter nicht so sonnig war. Dann ließ ich mir von Doug den Weg zur nächsten Bahnstation zeigen und machte mich los. Laut dem Fahrplan fuhr 10:43 Uhr ein Zug Richtung San Francisco und ich war auch eine Minute vorher da. Aber um zum Zug zu kommen, musste ich das Gleis bzw. die Seite wechseln und da vor dem Bahnhof ein Tunnel in die Erde führte, nahm ich den. Als ich wieder rauskam stand ich nicht nur auf der anderen Seite, nein das Gleis und mich trennten auch ein Zaun und eine breite Straße. Zwischenzeitlich war natürlich auch der Zug eingefahren, bis ich wieder auf der anderen Seite war, um den richtigen Tunnel zu finden, war der Zug weg.... Und da der nächste erst in einer Stunde fuhr, war das sehr ernüchternd.... Und so habe ich eine lange Zeit am Bahnhof gewartet.
Als der nächste Zug dann kam, war auch alles in Ordnung. Der Zug brauchte zwar Ewigkeiten bis nach San Francisco, aber irgendwann hatte ich es geschafft.
Schon im Zug waren mir viele Menschen mit "San Francisco Giants" T-Shirts aufgefallen, einem Baseball Team aus San Francisco. Diese pilgerten alle Richtungen Stadion und ich hinterher, da es eh auf meinem Weg lag.
Also bin ich los gewandert. San Francisco liegt ja auf der Spitze einer Halbinsel und so war mein Plan, von der rechten Seite immer am Wasser entlang die Sehenswürdigkeiten abzuklappern und zur Halbzeit meines Tages an der Golden Gate Bridge anzukommen.
Mein erster Stop war auf einem Pier, wo ich einen guten Blick auf das neuere San Francisco mit all seinen Hochhäusern werfen konnte. Weiter ging immer noch am Wasser. Hier ragen übrigens viele große Piere ins Wasser in denen einerseits sich kleine Firmen angesiedelt haben, aber viele werden einfach nur als Parkplatz genutzt.
Nach einem langen Fußmarsch kam ich dann am Fishermans Wharf (Fischer-Werft) an. Das ist heute keine Werft mehr, sondern auch ein Vergnügungspier, wie beispielsweise der in Santa Monica. Es gibt viele Restaurants, viele Geschäfte und noch mehr Touris. Aber am Ende des Pier hat man die beste Aussicht auf Alcatraz, die alte Gefängnisinsel. Nach einer kurzen Pause erregte eine größere Menschenmenge meine Aufmerksamkeit und ich ging zu dem Geländer, um das alle herumstanden. Dort im Hafenbecken lagen einige Pontons mit unzähligen Seelöwen drauf. Die sonnten sich dort in der Sonne und schliefen. Sehr interessant mal solche Tiere aus der Nähe zu sehen, die nicht hinter Fensterscheiben wohnen.
Mein nächstes Ziel war auch schon am Horizont zu erkennen, die Golden Gate Bridge. Aber vorher brauchte ich unbedingt ein Mittagessen, da es schon nachmNachm war und ich Hunger hatte. Aber für mich war irgezirge nichts dabei. Bis ich auf eine sehr interessante Bäckerei traf, eine Sauerteig Bäckerei. Und da es sowaa nicht oft in den USA gibt,aber trotzdem lecker ist, kehrte ich dort ein und hatte ein Sandwich.
Danach lief ich immer weiter Richtung Golden Gate Bridge. Bis ich dort kurz vor 4 ankam, verging einige Zeit aber trotzdem habe ich es geschafft. Schon von weitem ist die Brücke sehr cool, wie sie die Einfahrt zur Bay Area überspannt. Und immer wieder fahren dort riesige Containerschiffe drunter durch, zeitweise fühlt man sich wie an der Elbe hinter Hamburg. Aber als ich vorne an der Brücke ankam war der Blick echt schön. Die Brücke ist so groß, dass man sie gefühlt nicht ganz auf ein Bild bekommt. Dort am letzten Steg vor der Brücke verbrachte ich einige Zeit und da die Sonne rauskam war es noch schöner. Hier an der Küste ist das Wetter durch den Ozean übrigens wesentlich kälter und regnerischer als bespielsweise "oben" in Sacramento.
Aber dann musste ich auch schon weiter, da noch viele Ziele auf meinem langen Weg lagen und es schon nach 16 Uhr war.
Mein nächstes Ziel war die Lombard Street, eine der steilsten Straßen in San Francisco und wahrscheinlich auch Amerikas. An der steilsten Stelle hat die Straße eine Steigung von 27% . Und ich bin natürlich hoch gelaufen. Leider bin ich von der falschen Seite gekommen und habe so die berühmte geschlängelte Straße nur von oben gesehen. Dafür fand ich ein weiteres Highlight auf der Spitze des Berges. Die berühmten CableCars von San Francisco. Nach einiger Wartezeit kam auch ein Waggon und ich konnte zusammen mit weiteren Touris einsteigen. Ich stand hinten am Ende des Zuges und nach ein paar Minuten kam der Zugführer und wollte unsere Fahrkarten sehen. Wie Fahrkarten? :D ja ich hatte keine und mir war vorher auch überhaupt nicht eingefallen eine zu kaufen. Zum Glück dachte der Zugführer, dass ich zu einem älteren englischen Ehepaar gehörte, welches brav ihre Fahrkarten zeigte. Da hatte ich echt Glück, aber ich glaube es wäre auch kein Problem gewesen noch ein Ticket bei ihm zu lösen. Und dann fuhren wir die steilen Berge rauf und runter. Ich muss auch sagen, dass es zeitweise echt steil ist, der Waggon sich ganz schön neigt und auch ordentlich Fahrt aufnimmt. Aber trotzdem war es sehr interessant. Abgesprungen bin ich in der Nähe vom Stadtzentrum mit den typischen bergigen Gassen. Und da es schon spät war ging ich zurück Richtung Bahnhof. Zum Glück auch zur rechten Zeit, da der Regen anfing. Und ganz ehrlich meine Füße taten echt weh, ich bin, laut Doug, ca. 15 Meilen/ 24 km an dem Tag gelaufen und habe viele Blasen an meinen Füßen.
Und das war mein Tag in San Francisco

Viele Grüße
Niklas

An dem Tag habe ich gefühlt 100 Fotos gemacht und die anderen Bilder gibt es dann im Reisefilm.
Heute hab ich es auch mal wieder bereut keine richtige Kamera mit zu haben. Leider war das Wetter auch nur grau in grau. Deswegen sind die Bilder alle etwas trübe...

Kommentare

Moin Niklas,
heute ist bei uns Wochenende und eine Woche Arbeit liegt nach dem Urlaub schon wieder hinter uns.
Für mich ist es immer wieder spannend zu lesen, was du alles so tolles erlebst und wie gut du dich zurechtfindest.
Ganz besonders gut finde ich es, dass du so ausführlich schreibst.

Bei uns gab es heute den ersten Rabarberkuchen und Bärbel und Dirk waren zum Kaffee bei uns.
Dirk fängt jetzt auch wieder an, deinen Blog zu lesen.
VG Papa