#079 Die Pferdewaschmaschine ist fertig

Heute ist Samstag und nachdem wir alle die letzten Tage unterwegs waren, war heute ein Zuhause Tag angesagt.
Nach einem gemütlichen Frühstück ging es an die Arbeit. Heute sollte die Pferdewaschmaschine fertig gestellt werden. Dafür musste die Wasserversorgung fertiggestellt werden und alle möglichen Haken etc. angeschraubt werden. Das mit dem Wasser ist gar nicht so einfach und ich musste richtig kreativ werden um eine gute Lösung zu finden. Das Problem bestand darin, dass wir einen Wasserhahn für unseren Schlauch hatten, der keine Löcher zur Befestigung hat und zusätzlich noch ein großes Ventilrad hat, was den doppelten Durchmesser des eigentlichen Schlauches hat. Also musste ich mir irgendwie einen Abstandshalter basteln und zusätzlich noch Befestigungen für den Schlauch und den Hahn improvisieren. Aber nach ein wenig gebastel und probieren ist nun alles bombenfest. Ich war auch sehr erstaunt darüber, dass es keine undichten Stelle im System gab und das auf Anhieb :) Dann haben wir noch alle möglichen Halterungen, Eimer und den Schwingarm für das Wasser angebaut. Zum Schluss folgte natürlich der spaßige Teil, denn der Schotter musste noch als Untergrund hinzugefügt werden. Und wie macht man das? Natürlich mit dem Trecker, den ich fahren durfte. Mittlerweile komme ich echt gut mit dem Trecker zurecht und es ist unglaublich spaßig damit durch die Gegend zu "heizen" und Schotter etc. zu transportieren.
Ganz am Anfang habe ich bestimmt berichtet, welche Tiere hier auf dem Hof wohnen. Unter anderem brütete ja eine Gans auf dem Pferdestall und mittlerweile sind 3 kleine Gänse geschlüpfte, die fleißig hier über die Grundstücke marschieren. Und ich hatte Glück und konnte sie heute beobachten. Unten findet ihr ein Bild.
Und da der Tag noch nicht vorbei war, konnte ich auch schon mein nächstes großes Bauprojekt anfangen. Über das Grundstück von Kristen und Alex fließt ein kleiner Bach und damit man nicht immer mit den Pferden durch den Schlamm waten muss, gab es immer eine Brücke. Diese wurde aber bei den winterlichen Regenergüssen des letzten Winters weggespült. Um die Brücke wieder zu rekonstruieren Dafür sammelte ich mit dem Traktor auf dem ganzen Grundstück schwere Betonblöcke ein. Diese stapelte ich über den Bach und verstärkte alles mit Stahlstangen. Dafür musste ich aber durch den kleinen Bach und es war extrem schlammig. Zum Glück hatte ich meine Arbeitssachen etc. an, da ab und zu der Schlamm hochspritze als ich mich etwas festgefahren hatte :D

Damit war dann der Tag auch schon fast wieder vorbei. Es gab nur noch Abendbrot, wobei das auch etwas besonderes war. Normalerweise essen Kristen und Alex sehr viel Seafood und auch Fisch. Da ich aber von beidem kein Freund bin, haben sie bis jetzt auf sowas verzichtet. Aber heute gab es Krabben. Diese werden lebend gefangen und verkauft und dann vom Endkunden gekocht. Dazu gab es selbstgemachte Mayo von Alex und Bohnen mit Knoblauch. Und zumindestens probieren wollte ich. Trotzdem musste ich wiedereinmal feststellen, das alles aus Seen, Flüssen und Ozeanen nichts für mich ist. Zum Glück gab es noch Reste vom Vorabend, die ich essen konnte und alles war gut.

Da an diesem Samstag nicht viel los war gibt es hier gleich auch noch den Bericht vom Sonntag, den 15.04.2018.
Vormittags ging ich wieder meinem Brückenprojekt nach und füllte alles mit Schotter auf. Natürlich wieder mit dem Traktor und schön durch den Schlamm :D Weiterhin hatte Kristen noch einen großen Pflanzkübel gekauft, als Deko für die Waschmaschine. Dieser wurde natürlich auch wieder von mir mit dem Traktor befüllt. Nach dem Lunch machte ich einen größere Pause, bevor ich meine Fahrradtour anging. Ich fuhr entlang des Stausees immer weiter den Amerikan River runter, bis mich irgendwann die Sperrung des Radweges am Weiterfahren gehindert hat. So musste ich umdrehen und zurückfahren.Dabei kam ich an einer alten Brücke vorbei, wo noch ein altes Schild hing. Darauf waren noch die Strafen verzeichnet, die man bekam wenn man beispielsweise mit mehr als 200 Schafen die Brücke gleichzeitig überquerte. Auf dem Weg zurück kam ich an diesen Straßenschildern vorbei, die dir deine Geschwindigkeit anzeigen und da mich kein Auto überholte, wurde glücklicherweise meine Geschwindigkeit angezeigt. Inklusive Gegenwind kam ich auf 20 Meilen pro Stunde, was rund 32 Km/h entspricht und gar nicht so schlecht ist :) Es ist vielleicht auch ganz gut, dass ich schon mal etwas trainiere für die große Tour.

Jetzt gibt es gleich Abendessen.
Viele Grüße

Niklas

Kommentare

Du bist ja wohl schon ein ziemlich guter Baumeister. Da können wir dir in Borkwalde ja auch ein paar Projekte einrichten. Nur einen Traktor...........
LG

PS: Vielleicht lässt dich Edgar ja mal mit seinem Rasentraktor fahren.

Hallo, da bekommt der Opa ja richtig Lust, Dir zu helfen. Wir freuen uns, dass Du das so gut hingekriegt hast. Hoffentlich lassen sich dann die Pferde auch gern von Dir waschen.
LG O O