#081 Mit dem Porsche durch das Land des Goldes

Wie ich zu einem Porsche komme und was das mit Gold zu tun hat, das erfahrt ihr heute in diesem Blogeintrag vom Donnerstag den 19.04.2018. Viel Spaß dabei :)

Alles fängt natürlich wieder in meinem Zimmer an. Normalerweise geht die Sonne hier kurz nach 6 Uhr auf und spätestens kurz nach 7 Uhr wecken mich die ersten Sonnenstrahlen. Danach drehe ich mich immer nochmal um und schlafe bis 5 nach 8, bis mein Wecker klingelt. Heute wurde ich auch wieder durch die Sonne wach, drehte mich wieder um und schlief. Aber heute klingelte mein Wecker nicht und so schlief ich weiter obwohl ich eigentlich einen wichtigen Termin am Morgen hatte. Glücklicherweise wurde ich trotzdem 8.30 Uhr wach, danach klopfte es auch schon an meiner Tür, was ungewöhlich war, da Kristen und Alex mich eigentlich immer schlafen lassen. Der Grund war aber sehr banal. Im Garten war eine unterirdische Wasserleitung gebrochen und deswegen musste das Wasser abgestellt werden. Somit konnte ich noch aus dem Bett springen, schnell duschen und Zähneputzen. Zum Frühstück hatte ich wieder Obstsalat mit nem leckeren Tee und alles war gut. Nach meinem Frühstück bin ich auch schon raus gegangen um zu sehen ob ich beim Rohrbruch helfen konnte. Alex steckte auch schon bis zum Elbogen im Schlamm und suchte das Loch.

Dann kam aber auch schon mein eigentlicher Termin angerollt. Dave kam vorbei mit seinem Auto. Wir hatten zusammen einen Tag geplant, an dem wir mit seinem Porsche in das nahe gelegene Gebiet fahren, wo 1848/49 der amerikanische Goldrausch stattfand. Da Dave aber mittlerweile schon über 80 Jahre alt ist, fährt er den Porsche aber nur noch sehr selten, da es für ihn schon schwierig ist ein und aus zu steigen. Aber wer könnte dann den Porsche fahren, der noch jung und beweglich ist? :D Ich hatte heute die große Ehre als Chauffeur zu arbeiten :)

Unser erstes Ziel war Auburn, die Stadt welche ich ja auch schon mit dem Fahrrad erkundet hatte. Deswegen fuhren wir auch nur durch das neue Zentrum und dann auf den Highway Richtung Lake Tahoe. Auf dem Highway blieb uns auch etwas Zeit um über sein Auto zu sprechen. Also das Fahrzeug ist ein Porsche Boxster aus dem Jahr 2001, mit 6 Zylindern, über 250 PS, einem automatischen Getriebe (was man auch manuell schalten kann :) ) und zusätzlich ist es noch eine Cabrio mit Stoffdach. Ich hoffe damit konnte ich die Autofreunde unter euch befriedigen, habe die weniger interessierten aber nicht gelangweilt.

Unser erstes richtiges Ziel war Dutchflat. Dieses Dorf wurde 1951 von zwei deutschen Brüdern namens Dornbach gegründet, die sich damals beim Goldrausch dort angesiedelt haben. Zu diesen Zeiten war Dutchflat eines der reichsten Goldgräber Dörfer in dieser Gegend. Wer sich noch an den Deal der "Big 4" erinnert, der den Bau der transontinentalen Eisenbahn über die Sierra Nevada beinhaltete, weiß jetzt auch, dass dieser Vertrag nicht in Sacramento unterschrieben wurde, sonder hier oben in Dutchflat. Warum heißt es wohl Dutchflat? Und überraschenderweise kommt es nicht von den Dutch (Holländern), sondern in diesem Ort wohnten damals viele Deutsche und "Dutch" war die Kurzform für Deutsche/Deutschland. In diesem Ort wurde ganz extrem auch die hydraulische Goldgewinnung betrieben. Dabei wird ein enormer Wasserstrahl auf die (Sand-) Berge gerichtet, dabei wird Sand und Gold vom eigentlichen Kies und den Felsen getrennt und den Berg hinab in eine Waschrinne gespült. Das wurde aber nach einigen Jahren vom Staat verboten, da es erheblichen Schaden an Flora und Fauna anrichtete. Hier mehr Infos. Und ganz ehrlich das sieht man auch in der Umgebung des Ortes. Überall liegen Sand und Kiesberge. Neben dem Ort verläuft auch der Bear River, welcher dort aufgestaut wird. Dort an dem Stausee machten wir eine kleine Pause, ein paar Fotos und dann ging es schon wieder weiter.
Weiter ging es dann wieder auf dem Highway 80 Richtung Lake Tahoe, später fuhren wir vom Highway ab um auf eine kleinere Straße zu gelangen. Dort gab es auch einen Punkt wo man über einen unglaublichen Aussicht über die Sierra Nevada hatte. Dann fihren wir eine kurvige Straße hinunter nach Washington. Zum Glück bin ich gefahren, wenn ich Beifahrer gewesen wäre, wäre mir mit Sicherheit schlecht geworden. Aber so konnte ich das Fahren genießen :)
Washington ist auch so ein kleiner Ort, der zu Zeiten des Goldrausches entstanden ist. Aber irgendwie ist dort die Zeit stehen geblieben. Es fühlte sich so an als ob niemand jemals aus dem Tal auswandert. Überall standen alte Autos rum an denen gewerkelt wurde etc. Naja aber trotzdem war es ein schönes Dorf.
Aber auf dem Weg zurück zur eigentlichen Straße machte sich langsam der Hunger bei mir breit und ich war froh, dass unser nächstes Ziel ein Mittagessen enthielt. Wir trafen uns mit zwei Freunden von Dave in Nevada City. Nevada City hat damals natürlich auch vom Goldrausch profitiert. In der Nähe vom Zentrum,direkt an einem Fluss gelegen, hatten wir Mittag. Sue und Jack ( die beiden Freunde) gaben uns noch den Tipp, die naheliegende Empire Mine zu besichtigen. Das taten wir auch nach dem Mittag.

Die Empire Mine ist eine Mine, welche goldhaltigen Quartz bis in die 40er Jahre des 20. Jahrhunderts gefördert hat. Dabei hat das ganze Tunnelsystem eine Länge von 370 Meilen (580km) , und der tiefste Punkt liegt 11000 Fuß (3,35 km) unter dem Eingang der Mine. Damals wurde die Mine geschlossen, da es nicht mehr profitabel war dort Gold zu fördern. Heutzutage ist ein Großteil der Schächte mit Wasser geflutet. Diese Mine hat aber auch ihren Profit abgeworfen, auf dem Gelände steht neben der Eignervilla, auch ein Clubhaus und ein großes Rosengarten.
Nachdem wir die Mine verlassen hatten, öffneten wir das Verdeck des Porsche und fuhren den kompletten Heimweg bei schönstem Sonnenschein offen.

Das war echt ein grandioser Tag :)

Viele Grüße
Niklas

Hier noch ein kleines Fahrfazit. Der Porsche fährt sich unglaublich gut und auch sicher, selbst auf engeren Bergstraßen fühlte ich mich stehts wohl. Und obwohl man doch gefühlt auf der Straße sitzt, ist die Sitzposition gar nicht mal so unangenehm wie gedacht. Natürlich macht die Kraft des Porsches viel Spaß, wobei diese auch nicht zu stark ist. Was mir sehr gefallen hat, war die Sportschaltung, dabei kann man die eigentlich automatische Schaltung manuell per Schalter schalten, was vorallem bei steileren Bergen, aber auch beim Überholen hilft.

Kommentare

........ das ist ja ein schnittiger Wagen und wahrscheinlich war es ein super Tag als Chauffeur.
LG ☺

Moin Niklas,
ich sitze gerade bei ATU und lasse die Reifen wechseln!
Wir hatten ein sehr schönes und sonniges Wochenende. Bunki war seit Monaten mal wieder bei uns und hat uns beim Abwaschen des Hauses und beim Streichen geholfen. Die Südseite ist jetzt fats fertig und strahlt wieder. Die Eckermänner- und -frauen waren am Abend zum Grillen bei uns. Der Grill wurde das erste mal in diesem Jahr genutzt und auch die Feuerschale kam später noch zum Einsatz. Es war ein sehr schöner Abend.

Dein Ausflug mit dem kleinen Sprotwaegn las sich sehr gut. Ich hätte auch mal Lust für so einen kleinen Ausflug. Schön, dass du uns nebenbei auch ein wenig Geschichte des Landes vermittelst.

Guten Start in die Woche.

Papa