#082 Burrito Abend :)

Warum ich plötzlich auf Burritos stehe, einen Traktor im Schlamm versengt habe und wie es ist in Amerika zum "Barber" zu gehen, das erfahrt ihr heute in meinem Blogeintrag.
Diesmal habe ich auch wieder Freitag (20.04) und Samstag (21.04) zusammengefasst.

Freitag war wieder ein tag der für Gartenarbeit etc. vorgesehen war. Und auch diesmal durfte ich wieder Trecker fahren, während Kristen und Alex an ihrem Bewässerungssystem für den Garten arbeiteten. Meine Aufgabe war es befahrbare Wege durch den Garten zu ziehen. Dafür hat der Traktor am Heck eine große Kiste, mit der man die oberste Schicht der Erde abziehen und glätten an. Da das ganze echt nicht einfach ist, brauchte ich ein bisschen Zeit um mit den System vertraut zu werden. Man kann nicht nur die Höhe dieser Kiste einstellen,sondern jeweils auch die Neigung auf der X- und Y-Achse. Aber nach ein paar Anläufen funktionierte auch das sehr gut. Trotzdem war ich den ganzen Vormittag mit dieser Aufgabe beschäftigt.
Nach dem Lunch wartete aber schon eine andere Aufgabe auf mich. Einerseits musste noch jemand einkaufen, andererseits war ich das letzte Mal beim Friseur als ich noch in Deutschland war und so sahen meine Haare auch aus. Und so konnte ich beide Aufgaben verbinden. Alex nannte mir den Friseur zu dem er immer geht und da er in der Nähe von Trader Joes ist, konnte ich auch dort gleich einkaufen. Zum Glück darf ich Kristens VW Jetta auch alleine fahren und brauchte so nicht mal jemanden der mich begleitet. Und wie ich früher schon mal angesprochen habe, ist der Verkehr in Amerika echt verrückt. Trotzdem schaffte ich ohne Probleme an mein Ziel. Auch den Friseur habe ich glücklicherweise schnell gefunden. Aber hier läuft alles ein wenig anders ab als bei uns auf dem Dorf :D
Erstein mal sind Frauen und Männer Friseure hier strikter getrennt, die für die Männer heißen "Barber", da man(n) sich ebenfalls rasieren lassen kann und die Friseurgeschäfte für die Frauen heißen "Hairdresser". Als ich nun beim Barber ankam, musste ich mich erstmal in die Warteliste eintragen, das funktioniert hier auch sehr modern über I-Pads. Und dann hieß es für mich warten, da jeder der 6 Stühle besetzt war. Übrigens gab es hier auch nur weibliche Friseusen, warum auch immer. Aber was ich sehr schön fand war, dass der Laden auch auf Männer abgestimmt war. Beispielsweise lief leichte Rockmusik im Hintergrund und auch generell war der Salon eher etwas derber eingerichtet. Und da an diesem Freitagnachmittag viel los war, musste ich eine gute dreiviertel Stunde auf meinen Haarschnitt warten. Aber das machte nichts, so konnte ich das Geschehen im Salon beobachten und das gratis WLAN vom Starbucks nebenan nutzen. irgendwann wurde ich dann auch schon aufgerufen. Und schon stand ich vor einer kleinen Hürde, wie beschreibe ich meinen Haarschnitt den ich gerne hätte. Aber ich habe es mit einer guten Kommunikation hinbekommen und die Friseuse hat mich auch verstanden. Und wie Friseusen halt so sind, wird dementsprechend viel erzählt und gefragt. Und so erzählte ich, dass ich aus Deutschland bin, hier mein Work and Travel mache und 2,5 Monate hier bin. Der Schnittprozess unterscheidet sich eigentlich nicht großartig. Außer das man hier ständig auf dem Stuhl umher gedreht wird. Weiterhin wurde nach dem Schnitt auch mein Kopf mit einem warmen und duftenden Handtuch massiert. Der Preis unterscheidet sich aber trotzdem in wenig, für das Schneien habe ich 20 Dollar bezahlt und so wie es hier üblich ist in den USA kommt da nochmal ein großes Trinkgeld drauf. Schlussendlich bin ich dann bei 25 USD gelandet, was aber durchaus ok ist.
Danach ging es für mich über den Parkplatz zum Trader Joes zum Einkaufen. Und meine Einkaufsliste konnte ich auch sehr gut abarbeiten, nur bei den Fleischprodukten musste ich (Such-) Hilfe in Anspruch nehmen. Was ich leider immer noch nicht in diesem Laden gefunden habe, ist einer der versteckten Affen... Irgendwann muss ich mir mal richtig Zeit nehmen, um mindestens einen Affen zu finden. Und wie immer an der Kasse standen mehrere Mitarbeiter, die jeweils Kassieren und Taschen packen. Und natürlich wurde ich mal wieder nach meinem Akzent gefragt und woher ich komme. Aber diesmal war der Kassierer in meinem Alter und sehr freundlich, ein sehr schönes Erlebnis :)
Als ich nach Hause kam, war noch ein wenig Zeit zum Entspannen, aber plötzlich kam Kristen auf mich zu. Im Garten schlängelte sich nämlich eine Schlange die sie mir zeigen wollte. Es war eine "Kingsnake", aber wenn man den Namen googlet, findet man nur die Königscobra, welche hier nicht lebt. Es war aber eine kalifornische Königsnatter, diese ist eher ungefährlich für den Menschen und ernährt sich von Ratten. Trotzdem war es interessant solch eine, 1m lange, Schlange zu beobachten.
Und dann folgte das Highlight des Tages: der Burrito Abend. Schon damals haben mir die selbstgemachten Burritos von Doug sehr gut geschmeckt, im Gegensatz zu den Burritos in Deutschland. Deswegen gibt es hier ein grobes Rezept für die besten Burritos. Und die nächste Party die ich schmeiße wird garantiert ne Party mit selbstgemachten Burritos :)

Was kommt in einen Burrito? = Jeder wie er mag, hier ein paar Ideen, die sehr gut zusammen passen:
- Salsa
- Sour Creme
- Guacamole
- Cilantro / Korianderblätter
- Artischocken
- Geröstete Paprika
- Chorizo
- Fleisch jeglicher Art ( Huhn, Schweine "Carnitas" etc.)

Das Wichtigste aber:
- die Burrito Fladen
- Bohnengrundlage

Die Fladen haben wir selber gemacht und das hat sich mehr als gelohnt. Die Selbstgemachten sind wesentliche leckerer aber zugleich auch einfach herzustellen.
Die Bohnengrundlage ist eigentlich das Wichtigste, sie gibt dem ganzen den perfekten Geschmack. Die Herstellung dauert bis zu 3 Tage, lohnt sich aber. Ich werde euch unten die englische Erklärung für die Bohnen und die Fladen aufschreiben.
Im Gegensatz zu den herkömmlichen und teilweise sehr billigen Burritos beim Fast Food Laden um die Ecke, haben wir den Reis komplett weggelassen. Und ganz ehrlich der Reis versaut auch alles an einem guten Burrito.
Zusammenfassend kann ich sagen, das diese Burritos echt top waren!

Samstag war dann wieder ein Arbeitstag. Kristen und Alex haben weiter an ihrem Bewässerungssystem gearbeitet und meine Aufgabe war es, die zweite Seite der Brücke fertig zu stellen. Dafür durfte ich wieder den Traktor fahren, um den Kies zu bewegen. Und schon bei der ersten Fuhre sanken meine Räder soweit in den Matsch ein, dass ich mich nicht mehr bewegen konnte. Und da alles was ich probierte nichts brachte, musste ich dann Alex und Kristen fragen. Da aber auch Alex scheiterte den Traktor zu befreien, mussten wir nun kreativ werden. Trotzdem war schnell eine gute Lösung gefunden, wir werden den Trecker mit dem Truck Kristin rausziehen. Zum Glück funktionierte das auch sehr gut, nur musste ich mir dann eine andere Aufgabe suchen. Aber da ich am Vortag nicht ganz fertig geworden war, konnte ich mit den Wegen fortfahren. Später half ich Alex noch beim Bäume verschneiden.
Auch mit Yuki mache ich Fortschritte, mittlerweile kann ich sie auch hochheben etc.

Viele Grüße

Niklas

The tortillas aren't hard.
1/2 cup bread flour, 1 1/2 cup regular flour, 1 tsp salt. Cut in 4 Tblsp Crisco and 1-2 Tblsp virgin olive oil. Add slightly less than 3/4 cup water. Knead until uniform. Wait 20 minutes. Knead briefly again. Let sit until time for dinner.

Heat big skillet. Divide dough into 5 or 6 lumps. Roll out each lump and cook in hot pan until you get brown spots on the underside, then flip and cook the other side briefly. Keep warm on a plate insulated with dish towels. Serve.

Drain beans. Simmer soaked beans with fresh water, 1 quartered onion, 2 bay leaves and 3 dried red peppers. Simmer until beans are soft, about an hour or 90 minutes. Keep it wet or it may burn when you turn your back for two minutes.
Find and remove bay leaves and peppers. Boil off any excess water. I like it to be like a very very thick soup.
Add 1 tsp soy sauce, 1-2 tablespoons chili powder, and four garlic cloves. Simmer 15 minutes until garlic cloves are mashable. Taste. Add salt to taste. Add about 3 Tbl extra virgin olive oil and mash with a potato masher until the desired level of mushy-chunky. Store until burrito night.

On burrito night, saute a diced onion until soft. Mince three garlic cloves. Add extra olive oil to the pan, then add the garlic and 1-2 tablespoons chili powder. Mix with onions and saute 30 seconds until it starts to smell amazing. Add the beans and stir. When the beans are warm, adjust salt and add a little virgin olive oil.
Yada!

Kommentare

Hallo, das scheint ja sehr schmackhaft zu sein. Ich denke, dass wir das auch mal kosten dürfen. Dein Haarschnitt ist ja toll. Ich bin immer wieder erstaunt wie vielseitig Deine Tätigkeiten sind. Vor allem die diversen "Fahrgeräte", die Du ausprobieren darfst. Das wäre ja hier alles nicht möglich. Du lernst dort für Dein Leben!!!!
LG O O

Es ist echt toll was ich alles erleben darf :)
Und ja die Burritos sind unglaublich gut!